Marielle: Rolf machte Kopfsprünge vom Sprungbrett, als wir uns vor vielen Jahren kennenlernten. Seine Pirouetten beeindruckten mich nicht, aber ich schätzte unsere guten Gespräche am Pool. Dass er aus der Hiltl-Dynastie stammt, erwähnte er nie. Ich hätte auch nicht gewusst, was das ist. Ich bin Französin, lebte in Paris und konnte mir damals ein Essen ohne Fleisch und Baguette nicht vorstellen.
Rolf: Auf die Frage, was ich werden wolle, soll ich bereits als Fünfjähriger auf den Sessel meines Vaters gezeigt und gesagt haben: «Chef.» Fleischloses Essen galt damals als genussfeindlich: Ich erinnere mich an Zeiten, als die Gäste durch den Hintereingang ins Restaurant «Hiltl» kamen, ...