Weinjournalisten haben einen Hang zur Poesie. Nicht nur, wenn’s um die geblümten Umschreibungen von Duftnoten und Aromen geht (wo ein ausschweifender Umgang mit Analogien ja schwer zu vermeiden ist). Bei einem verdienstvollen deutschen Kollegen liest sich der Ausflug ins Dichterische so: «Langsam erhebt sich der Riese aus seinem vulkanischen Erdreich, beginnt sich zu räkeln und schüttelt den Staub eines Jahrhunderts von seinen Schultern. Sein durchdringender Blick ist fest auf die weite Weinwelt gerichtet [. . .]. Aufsehenerregende, ungemein köstliche mineralische Rieslinge von atemberaubenden Felsen, Steilwänden und Steinklippen in diesem so urzeitlich anmutenden Jurassic ...