Das ablaufende Politjahr war für Schweizer Verhältnisse ungewöhnlich emotional. Die Klimajugend, die in den Schulstreik tritt, wenn es ihr gerade passt, hat die Schweiz Anfang Jahr in einen kollektiven Gefühlstaumel versetzt. Es brauche eine Welt, in der man wieder besser leben könne, predigten Jugendliche, die selber nicht aussahen, als ob sie schon je einmal schlecht gelebt hätten. Zahlreiche Erwachsene liessen sich von den sozialismusbegeisterten Jungen anstecken, entdeckten neu ihre grüne Seite und wandelten sich von langjährigen Globetrottern zu kapitalismuskritischen Klimarettern. Ähnlich starke Emotionen löste dieses Jahr das Superthem ...