Festspiellaune, Bombentrichter
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Festspiellaune, Bombentrichter
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Festspiellaune, Bombentrichter

Die Staatengemeinschaft taumelt von Krise zu Krise. Statt in Politik und Diplomatie üben sich die ­Verantwortlichen in Sanktionen und Eskalation. Stolpert die Welt in einen Krieg wie vor 100 Jahren? Während die Welt brennt, vergnügen sich Politiker an Festspielorten.
Sanktionen sind nicht Krieg, Frieden aber sind sie auch nicht. Wenn sich Staatskunst und ­Krisenmanagement darin erschöpfen, wie es seit einigen Monaten geschieht, die Eskala­tionsschaukel immer höher zu treiben, dann stehen böse Zeiten bevor. Wann ist genug genug? Wer Sanktionen ins Spiel bringt, darf nie vergessen, dass sie, wie ­Militäreinsatz, nur Mittel sind zum Zweck, ­niemals Selbstzweck. Ziel und Mittel müssen zusammenstimmen. Sanktionen, wie sie jetzt im Schwange sind, stören Welthandel und Globalisierung, bringen Verluste und Misstrauen zwischen den Protagonisten. Sie überdehnen aber auch den Konsensus – von Harmonie ist längst nicht mehr die Rede – innerhalb der ...
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