1978 hörte die heute 50-jährige Rita Hämmerli* zum erstenmal Stimmen. 1981 bekam ihre Krankheit einen Namen: Schizophrenie. Seither hat es zwei «Vorfälle» mit kleinen Bränden gegeben, beide Verfahren wurden aber eingestellt.
Dieses nicht. Aus Angst, den Gerichtstermin zu verpassen, hat Rita Hämmerli nur eine Stunde geschlafen. Gerade rechtzeitig kommt sie durch die Tür, in wallenden Gewändern, buntem Schmuck, mit mehreren Taschen. Die langen dunklen Haare werden von einer glitzernden Spange zusammengehalten, die Brille hat dicke Gläser. Rita Hämmerli geht wegen chronischer Knieschmerzen an einer Krücke.
Vor anderthalb Jahren hat sie in ihrer Wohnung eine CD mit André Malraux’ ...