Im Grunde ist der Film ein Habenichts und lauert deshalb gern der Literatur, Bühnenkunst und dem Musiktheater auf, um sich ihrer Schätze zu bedienen. Auch die bildende Kunst verschont er nicht, obwohl sie reinste Anschauung ist, Stillstand, dem bewegten Medium entgegengesetzt. Aber sie bringt Atmosphäre und Licht zum Glühen. Für den Film von unschätzbarem Wert.
Ehrgeizige Regisseure kapern mit Vorliebe grosse Meister und lassen sich von ihrem Zauber inspirieren: Stanley Kubrick griff für die Verfilmung des Romans «Barry Lyndon» (1976) auf die Bilder von Gainsborough und Watteau zurück; Vincente Minelli versuchte mit seinem Van-Gogh-Biopic «Lust for Life», das Leben des Künstlers ...