Am Abend des 6. Juni 1931 erschütterte ein Grossbrand die Stadt München. Der Glaspalast, ein grosses Museum, stand in Flammen, das Grossaufgebot von Feuerwehrleuten war gegen das heftig um sich schlagende Feuer machtlos. Das Gebäude wurde vollständig zerstört, 3000 Kunstwerke waren für immer verloren. «Eine Tragödie für die deutsche Kunst», titelte die deutsche Presse. Einer der grossen Leidtragenden war aber ein Schweizer: Cuno Amiet, der für eine Sonderausstellung fünfzig seiner liebsten Werke zur Schau stellte.
Amiet befand sich am Tag der Katastrophe in München, einige Stunden vor dem Brand hatte er noch freudig das Museum besucht. «Wir [. . .] schliefen ruhig in der Na ...