Kulturpessimistische Reden schwingen ist en vogue. Doch wer lobt den uneigennützigen Mäzen, die selbstlose Kulturtat? Ohnehin ist die, meint man, am ehesten noch auf dem Dorf zu finden, im engen sozialen Netzwerk eines Männerchors oder Laientheaters. (Eine Feststellung mit kulturpessimistischem Unterton, zugegeben.)
Nun gibt es aber in der Schweiz einen Idealistenzirkel, über den man auf Weltbühnen in den höchsten Tönen spricht. Es ist die Orpheum-Stiftung, die seit mehr als zwanzig Jahren internationalen jungen, hochbegabten Solisten die Chance gibt, sich erstmals vor einem grossen Publikum zu präsentieren – betreut von renommierten Dirigenten an der Seite eines Orchesters von We ...