Ende Januar 2008 liess die Bundesanwaltschaft den Elektriker Harry O. verhaften. Der Sprengstoffanschlag vom 1. August 2007 auf der Rütliwiese schien geklärt. Nicht Rechtsextreme hatten der Festgemeinde um Bundesrätin Micheline Calmy-Rey (SP) einen tüchtigen Schrecken eingejagt, wie vorschnell vermutet wurde. Verdächtigt wurde nun vielmehr ein 36-jähriger Mann mit asiatischen Wurzeln. Fast ein Jahr lang sass Harry O., der stets jede Schuld bestritt, sich ansonsten aber sehr wortkarg gab, in Untersuchungshaft.
Auf den ersten Blick mag die Tat zu Harry O. passen. Der Sohn aus gutem Hause wurde in der Schweiz geboren und wuchs in Kanada auf. Schon in der Schule fiel der Einzelgänger auf ...