Objektivität ist beim Wein eine relative Qualität. Das eben ist die Grenze aller Punkteskalen und Medaillenspiegel, wobei man sich wundern darf, wie gewisse Weingurus sich die Nase anmassen, in ihren Bewertungen auf den halben Punkt genau zu unterscheiden. Ich will ja nicht das duale System sozialer Medien propagieren («Gefällt mir», «Gefällt mir nicht»), ein bisschen differenzierter darf’s schon sein. Dennoch: Auf die Frau und den Mann kommt es allemal an, die da bewerten, und um aus deren Urteil Nutzen zu ziehen, muss ich ihre Vorlieben und Eigenheiten kennen und deren Kongruenz mit oder Differenz zu meinem Geschmack. Etwa, dass James Suckling zu superlativischen Übertreibung ...