Rosmarie Amacher ist eine Meisterin der Schneiderkunst. Ihr Couture-Atelier im Zürcher Seefeld nennt sie «à ma chère», sie beschäftigt vierzehn Mitarbeiter. Unermüdlich kämpft sie für das Überleben ihres Handwerks, für in der Schweiz hergestellte Stoffe und für die Wertschätzung der Schweizer Haute Couture. Es ist ein Kampf gegen die Zeit. Im Zeitalter von Zara und H & M und der schnelllebigen Wegwerfgesellschaft, in der jeder alles will – und zwar sofort, ist die hohe Schneiderkunst kein leichtes Metier. Die Kleider haben ihren Preis (Amacher: «Aber nicht teurer als das Prêt-à -porter von Prada oder Valentino»), man muss zweimal zur Anprobe kommen (Amacher: «Bei Coco ...