Sie liebt die Kollision von Chaos und Ordnung, lässt gerne in der Idylle die Hölle der Partnerschaften ausbrechen, die trotz durchgehechelter Beziehungsquerelen einfach nicht funktionieren wollen: Doris Dörrie, die 1985 mit der Komödie «Männer» einen Überraschungserfolg landete und sechs Millionen Zuschauer ins Kino lockte.
Szenen einer Ehe sind ihre Filme nicht; ihr Interesse gilt Aussteigern, Karrieristen und ambitionierten Frauen, modernen, freien Zeitgenossen; und trotzdem benehmen sie sich zuweilen wie Verdammte in einer Art präkatastrophalen Dämmerung – weil ihre Libertinage nur Scheintoleranz ist.
Doris Dörries Filme («Bin ich schön?», «Nackt») fügen sich zu einer C ...