Weingenuss ist eine subjektive Angelegenheit. Zum Glück. Jeder macht sich den eigenen Reim auf das, was im Glas steht. So sind Bewertungen und Punkteskalen, die ja den Anspruch auf Objektivität erheben, immer cum grano salis zu lesen, mit einer Spur Skepsis. Auch Blinddegustationen, die in der Regel als eine Garantie für vorurteilslos gerechte Beurteilung von Weinen gelten, ändern daran nichts. Da spielt die Abfolge der Tests meist eine grössere Rolle, als die Resultate vermuten lassen. Viele Degustationen, die in der Folge des berühmten «Judgment of Paris» von 1976 Weine aus Übersee mit französischen Ikonen konfrontierten (fast immer zum N ...