«Ah, Madam Secretary», neckt der Präsident seine Aussenministerin gespielt ehrfürchtig, wenn sie den Raum betritt. Sie wiederum hat sich schon versprochen und ihn an einem Dinner als «mein Ehemann» bezeichnet. Doch trotz solcher versteckter Gefühlsbekenntnisse ist die Liebe zwischen George W. Bush und Condoleezza Rice eine rein platonische, und Washington rätselt bis heute, ob ihr abends jemand ein Fussbad einlaufen lässt.
Seit sie vor sechs Jahren als Nationale Sicherheitsberaterin in der Hauptstadt ankam, ist Condoleezza Rice der Öffentlichkeit in mehreren Rollen erschienen. Zuerst galt sie als die brillante schwarze Professorin, die dem neuen Präsidenten aus Texas international ...