Er galt bereits zu Lebzeiten als einer der ganz Grossen, und wenn heute eines seiner Gemälde unter den Hammer kommt, kann die Marke auf einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe klettern. Am 15. Juli 1906, als man den dreihundertsten Geburtstag des niederländischen Meisters Rembrandt van Rijn feierte, war das anders: Seine Malerei widersprach dem damaligen idealisierenden Zeitgeschmack und galt als derb.
Interessanterweise sind sein volkstümlicher Blickwinkel und die lockere Virtuosität seines Farbauftrags heute genau das, was uns an seiner Malerei so fasziniert. Stehen wir vor seinen Werken, spüren wir das pralle Leben. Vor unserem inneren Auge taucht das Bild einer so genialischen ...