Den Satz «Auch auf ein Video wird nicht verzichtet, hier bringt es einmal mehr gar nichts» hat jeder Opernkritiker auf Taste F3 gespeichert. Schade, denn eine Oper zu inszenieren, heisst, eine Handlung mit theatralischer Lust sichtbar zu machen. Die moderne Technik, so sollte man meinen, vereinfache das Erzählen. Dumm nur, können nur wenige Regisseure mit der Materie Video etwas anfangen. Nicht nur das: Viele Theater haben kein Geld für eine adäquate Infrastruktur. Oft sehen die Filmchen dann so aus, als ob die Regiehospitantin mit der Handkamera in den Wald geschickt worden wäre. Im Zweifelsfall taugt auch eine Buñuel-Sequenz. Die passt dann zu «Figaro» oder «Norma» oder «Lulu� ...