Ausgerechnet am Ostersonntag 1722 sichtete der niederländische Seefahrer Jacob Roggeveen im Südpazifik eine der Christenheit bis dahin unbekannte Insel. Aber statt Auferstehungsstimmung fand er eine Szenerie des Untergangs. Eingeborene paddelten ihm in lecken Kanus von dem öden, windgepeitschten Eiland entgegen, auf dem es an allem fehlte – ausser an Steinstatuen. Das Inselchen war übersät von tonnenschweren Monumenten. Wie hatten die hungrigen Bewohner diese Riesenstandbilder errichtet, ohne Kräne und Räder? Erst nach und nach entschlüsselte die Wissenschaft die traurige Vorgeschichte der Osterinsel, las aus Ruinen, Knochen und Pollen, wie dort um 900 nach Chris- tus Polynesier ge ...