Im Lauf der Zeit waltet eine Ironie. Kaum scheint es, dass bei den Weinen eine Trendwende auszumachen sei weg von den schweren, konzentrierten, alkoholischen Schwergewichten, droht von einer neuen Seite Ungemach. Jetzt reden sie vom Wetter, umfassender gesagt: vom Klima. Die globale Erwärmung wurde ja in diesem Blatt oft genug kleingeschrieben. Hier also mal der Widerspruch zum Widerspruch. An der «Climate Change and Wine Conference» in Barcelona meldeten sich nämlich die, denen es ans Lebendige geht. Sind die besten Ernten in Bordeaux etwa schon Geschichte, ganz zu schweigen von diffizileren, «kühleren» Anbaugebieten wie dem Pinot-Land Burgund oder den deutschen Riesling-Lagen? Eine ...