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Formel-E im Arbeitsmantel

Formel-E im Arbeitsmantel

Mit der Elektrifizierung ihrer gesamten Modellpalette überquert die Nutzfahrzeugsparte von Fiat die Ziellinie.

Von klein bis gross, voluminös bis kompakt, über Kombi bis zu Kastenwagen, Einzel- und Doppelkabine oder sogar als Variante mit Chassiskabine: Die Modelle Doblò, Scudo und Ducato von Fiat Professional sind mittlerweile in der weitgefassten Modularität ihrer Ausführungen auch vollelektrisch zu haben.

Bis zu 330 Kilometer Reichweite: Fiat E- Scudo.

Den Einstieg in die elektrische Fiat-Fahrwelt für den gewerblichen Bereich markiert der E-Doblò mit seinen beiden Längenoptionen von 4,4 und 4,75 Metern. Erst im vergangenen Sommer lanciert, haben die Fahrzeugbauer sichergestellt, dass das Batteriepaket keine nachteiligen Auswirkungen auf die Struktur des Fahrzeugs zeitigt: Der E-Doblò ist in denselben Abmessungen, Ausstattungen und Konfigurationen erhältlich wie die Versionen mit Verbrennungsmotor. Vollelektrisch bietet der Kastenwagen E-Doblò Cargo eine Nutzlast bis 800 Kilogramm und eine Ladekapazität von bis zu zwei Europaletten.

«Magic Cargo»

Zudem setzt das Nutzfahrzeug in seiner Gewichtsklasse neue Massstäbe in Sachen Effizienz: Die 50-kWh-Batterie speist einen Elektromotor mit 100-kW-Leistung, die zusammen eine Reichweite bis 280 Kilometer nach WLTP und eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h ermöglichen. Aufladen lässt sich die Batterie dank dem neuen «Quick Charge Mode» mit bis zu hundert Kilowatt Gleichstrom, was eine Ladung in dreissig Minuten von null auf 80 Prozent ermöglicht – angenehmerweise kann der Kunde die passenden Wandladeboxen direkt bei der Bestellung mitordern. In Reichweiten-sensitiven Situationen verringert der Fahrmodus «Eco» den Energieverbrauch. Umgekehrt, wenn es schneller gehen muss, erhöht der «Power»-Modus die Fahrleistung.

Neben diesen Grundeigenschaften haben sich die Autobauer aus Turin drei attraktive «Magic»-Optionen einfallen lassen: «Magic Cargo» vergrössert das Ladevolumen um 0,5 Kubikmeter und verlängert die Ladefläche auf bis zu drei Meter, sodass auch langes Transportgut Platz findet. Der Sitz auf der Beifahrerseite kann nämlich hochgeklappt werden. Darunter befindet sich ebenfalls ein separates Fach. Der zweite Twist ist «Magic Mirror»: ein digitaler Innenrückspiegel mit einer Diagonale von 12,7 Zentimetern. Auch in herausfordernden Lagen behält der Fahrer den Überblick. Er lässt sich umschalten zwischen einem Rückspiegel, einer vollständigen Ansicht der toten Winkel und der Projektion einer Einparkkamera. Der «Magic Plug» schliesslich erlaubt es, die Fahrbatterie für alle möglichen zusätzlichen elektrischen Geräte anzuzapfen.

Der nächstgrössere vollelektrische Fiat Professional ist der E-Scudo. Bis zu 5,31 Meter lang bis zu 1,94 Meter hoch, weist er im Maximum (Version E-Scudo L3) ein Ladevolumen von 6,6 Kubikmetern auf. Als elektrische Seele des Fahrzeugs gewährleistet der in allen E-Scudo-Modellen verbaute Elektromotor eine autobahntaugliche Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h und ein spritziges, sofort abrufbares Drehmoment von 260 Nm. Der Kunde hat die Wahl zwischen einer 50-kWh-Batterie, die eine Reichweite von bis zu 230 Kilometern nach WLTP versorgt und einer 75-kWh-Batterie, mit der man maximal 330 Kilometer weit fahren kann.

Ein Schwerpunkt bei der Entwicklung des E-Scudo war der Fahrkomfort.Ein Schwerpunkt bei der Entwicklung des E-Scudo war der Fahrkomfort. So ähnelt die Fahrerposition jener in einem Personenwagen bei gleichzeitig erhöhter Sitzlage für optimale Sicht. Die Scudo-Modelle verfügen über zahlreiche Fahrassistenz- und Sicherheitssysteme: automatische Verkehrszeichenerkennung, automatische Notbremsung, Spurhalteassistent, einen Warner für den toten Winkel sowie eine Frontkollisionswarnung und eine Rückfahrkamera mit 180 Grad Blickwinkel, die mit den Parksensoren vorn und hinten harmoniert.

«Ein Arbeitsgerät, mit dem Kunden die Gebote der Ökologie respektieren können.»Den Grundstein für die 360-Grad-Elektrifizierung legte Fiat Professional mit dem vierjährigen Projekt von 2016 bis 2020, an dessen Ende der vollelektrische E-Ducato stand. Beim Hersteller begann die Elektrifizierung also mit dem grössten Modell (Längen zwischen 4,963 und 6,678 Metern). Bei der Markteinführung dieses ersten vollelektrischen Fiat-Nutzfahrzeugs sagte Eric Laforge, Leiter leichte Nutzfahrzeuge des Stellantis-Konzerns, zu dem auch Fiat gehört: «Mit dem E-Ducato wollten wir nicht nur ein ‹grünes› Fahrzeug schaffen, sondern eine komplette Mobilitätslösung mit Vielseitigkeit, Zuverlässigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit sowohl auf ökologischer als auch auf ökonomischer Ebene.» Es gehe um «ein Arbeitsgerät, mit dem unsere Kunden ihr Geschäft aufbauen und gleichzeitig die Gebote der Ökologie respektieren können».

Durchdachte Systeme

Angetrieben wird der vollelektrische E-Ducato von einem neunzig Kilowatt starken Elektromotor mit einem maximalen Drehmoment von 280 Newtonmetern, der wahlweise auf eine Drei-Modul-Batterie mit 47 Kilowattstunden Speicherkapazität oder auf eine fünf Module umfassende Batterie mit 79 kWh zurückgreift. Je nach gewählter Ausführung bedeutet dies eine WLTP-Reichweite zwischen 235 und 370 Kilometern.

Die parallel angeordnete Batteriearchitektur erlaubt dem Fahrzeug selbst beim Ausfall eines einzelnen Batteriemoduls das Weiterfahren. Durchdacht sind auch die Systeme zur effizienten Energienutzung: So lässt sich anhand einer Vorkonditionierung des Fahrzeugs im Stand der negative Effekt der Klimaanlage auf die Reichweite reduzieren. Zudem kann man die tägliche Ladung entlang den Schwankungen der Energietarife zeitlich planen – dies im Sinne möglichst tiefer Betriebskosten.

Dass es dem Unternehmen ernst ist mit der Elektrifizierung, zeigt auch die Tatsache, dass der Ducato sogar als Chassiskabine in sämtlichen Längen vollelektrisch erhältlich ist. Und zwar mit einer Nutzlast von bis zu 4,25 Tonnen, was ihn auch für schwere Tätigkeiten zum nützlichen Arbeitsgerät macht.

E-Doblò ab Fr. 38 850.–, E-Scudo ab Fr. 47 550.–, E-Ducato ab Fr. 69 100.– (Chassiskabine ab Fr. 69 300.–)

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