Francesco Kneschaurek (1924–2017) – Am Tag nach seiner stillen Abdankung noch fand sich sein Name im Nachruf für einen Gemeindepräsidenten, der auf die frühen Siebzigerjahre zurückschaute: «Man befand sich schweizweit im Schock der Kneschaurek-Prognose.» Diese sagte angeblich voraus, im Jahr 2000 lebten in der Schweiz zehn Millionen Menschen. Und jede Gemeinde im Land – angestachelt vom Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung der ETH, das für die Voraussage eiferte – plante ihre Strassen und ihre Kanalisation für die gemäss dieser Prognose hochgerechnete Einwohnerzahl.
Kaum ein Ökonom kam in der Schweiz je zu solcher Bekanntheit wie Francesco Kneschaurek, der Soh ...