An der Wand hing das Albert-Einstein-Zitat «Grosse Vorhaben stiessen schon immer auf gewaltsames Entgegnen von mittelmässigen Geistern», und um den Konferenztisch sassen fünf Männer mit demselben Ziel: den schnellsten Mann der Welt zu basteln. So soll in Burlington, Kalifornien, im November 2000 begonnen haben, was zwei Jahre später mit dem 100-Meter-Weltrekord von Tim Montgomery endete. Dies berichtete letzte Woche die San Jose Mercury News in einer Recherche, die detailliert die Hintergründe des grössten Dopingskandals im US-Sport schildert. Und die Allmachtsfantasien von Victor Conte, dem Vertreiber der Designerdroge Tetrahydrogestrinon (THG), belegt.
«Projekt Weltrekord» nannte ...