Die Titelgeschichte der Weltwoche zu Papst Franziskus («Der Papst räumt ab») darf nicht unwidersprochen bleiben. Achtung: Nicht die Tatsache, dass der Papst kritisiert wird, ist das Problem, sondern die Art der Kritik. Denn hier wird einem kirchlichen Verantwortungsträger noch jenes letzte Quäntchen Respekt verweigert, das wir eigentlich jedem Menschen schulden und ohne das es nicht den Anfang eines Dialogs geben kann.
Das Ärgernis liegt auch nicht darin, dass ein Papst von einem offenbar aufrichtigen Katholiken kritisiert wird. Wer das katholische Biotop auch nur ein bisschen kennt, weiss, dass die Papisten nördlich der Alpen oft nichts lieber tun, als über Rom und den Papst zu läs ...