Wann immer Tom eine Frau braucht, greift er auf Mariella zurück. Sie ist seine sichere Nummer, sein Notvorrat. Sie legt sich in sein Bett, pflegt seine Seele und poliert sein Ego. Sobald jenes wieder glänzt, verliebt er sich in eine andere. Doch bei der ersten grossen Krise wird Mariella wieder aus dem Schrank geholt. So geht es seit Jahren.
«Wir haben lange genug zugesehen. Als Mitfrauen und Mitmenschen sind wir verpflichtet, ihr zu sagen, dass sie sich ausnützen lässt und dass er wieder eine Neue hat», sage ich Heidi auf dem Weg zu Toms Geburtstagsfest.
Dort treffen wir auf Mariella. Der sehnsüchtige Blick, mit dem sie Tom anstarrt, erinnert an schlechte Kriegsheimkehrerfilme, in d ...