Zehn Jahre hatte sie auf diesen Augenblick gewartet. Hatte sich körperlich vorbereitet und ihr Testament verfasst. Jetzt lässt Henriette d’Angeville die Taube frei, die sie mitgebracht hat, sie soll mit der Erfolgsmeldung nach Chamonix fliegen. Mit dem Finger ritzt sie ihr Lebensmotto in den Schnee: «Wollen ist können!»
Als sie im Aufstieg war, drohten ihr immer wieder die Sinne zu schwinden; Henriette wies die Bergführer an, falls sie sterben würde, Âihren Körper auf den Gipfel zu tragen. Jetzt hat sie ihn erreicht, aus eigener Kraft. Nicht, dass sie ihren Triumph feierte! Ihr Fläschchen MandelÂmilch, ihr Kölnischwasser, die Gurkensalbe – alle die Dinge, ohne die keine ehrba ...