Doris Fiala schrieb letzte Woche zu den Frauenquoten (Weltwoche Nr. 49/2014) und stellte dabei die rhetorische Frage: «Welche Frau möchte ernsthaft deshalb selektioniert beziehungsweise für höhere Weihen gewählt werden, weil ihr Geschlecht gerade passt, weil sie also eine Frau ist?» Meine Antwort: Natürlich keine, aber das ist auch nicht der springende Punkt. Ich setze mich für Geschlechterquoten ein – nicht für Frauenquoten. Das heisst: Mir geht es nicht per se darum, Frauen zu bevorzugen, sondern zu einer ausgewogeneren Anstellung von Frauen und Männern in allen Berufszweigen und Positionen beizutragen. Damit fordere ich, was in der Bundesverfassung längst festgehalten ist ...