Minimalistische Werke lassen sich kaum adäquat beschreiben, im Betrachten und Erleben entwickeln sie aber Gegenwart und Präsenz. Minimalistische Kunst altert nicht. Dies gilt auch für Fred Sandback. Sein Medium war der leere Raum, den er mit Draht oder Acrylgarn virtuos verspannte. Er zeichnete die Umrisse geometrischer Körper in die Luft, die er, vergleichbar mit dem Klangkörper eines Saiteninstrumentes, zum Schwingen brachte. Indem er die Materialität seiner Werke auf das absolute Minimum reduzierte, gelang es ihm, den plastischen Raum mit dem realen Raum zu verschmelzen.
In seiner Arbeit war Fred Sandback unbeirrbar. Doch machte ihm der Kunstbetrieb Mühe, und er war ein von innerer ...