Frederik Willem de Klerk, 71 kam kürzlich nach Interlaken, um am 6. Internationalen Alpensymposium einen Vortrag zu halten über «Führen in einem multikulturellen Umfeld». Als Leiter der Global Leadership Foundation, die weltweit in Konflikten vermittelt, aber vor allem als letzter weisser Präsident Südafrikas, der das Land friedlich aus der Apartheid führte, ist er wie kaum ein anderer prädestiniert, über interkulturelle Probleme zu referieren. De Klerk kommt aus einer alteingesessenen Politikerfamilie; sein Vater war Minister, sein Onkel Premierminister. Vorerst wies nichts in seiner Karriere auf die Umwälzungen hin, die er initiieren sollte. Noch als Minister verteidigte er die ...