Zum Interview kam Sanija Ameti in roten Lederhosen von Helmut Lang. Schon allein das war eine Provokation für die bescheidene Schweiz. Sie sagte, sie könne sich einen Rösti oder einen Vogt nicht schöntrinken – ein Stammtischspruch, der wegen der Absenderin zur Staatsaffäre wurde. Die Wogen der Empörung hatten bei ihr natürlich immer auch damit zu tun, wer sich da zu sprechen und zu inszenieren getraute: eine junge, berechnend ehrgeizige, attraktive Frau mit muslimischen Wurzeln, die als Kind als Flüchtling in die Schweiz kam. Sie legte sich vor der Abstimmung zum Anti-Terror-Gesetz PMT unerschrocken mit FDP-Bundesrätin Karin Keller-Sutter an und wurde zu einem linksliberalen ...