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Jazz

Frei flottierende Kraftfelder

Miles Davis ist der Picasso des Jazz. Wenn das Publikum sich seiner sicher glaubte, war er schon in einer anderen Periode. Es ist nicht abwegig, bei ihm an das Gesetz der wiederholten Pubertät zu denken, das Goethe einmal als sein Lebensmuster entdeckt hatte. Die Metamorphosen leitete Davis ein, indem er seine Partner wechselte und sich willentlich und zuweilen unter Schmerzen in neue musikalische Zusammenhänge zwang. Einige ­seiner Bands waren ebenso einflussreich wie kurzlebig. Das berühmte Quintett mit John Coltrane, Red Garland, Paul Chambers und Philly Joe Jones bestand wenig länger als eineinhalb Jahre, wie später die Truppe, der wir das Album «Bitches Brew» verdanken. Und das ...
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