Die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU scheinen sich auch nach 25 Jahren nicht zu normalisieren. Im Gegenteil: Die Widersprüche und Missverständnisse mehren sich. Das Unverständnis wächst von Jahr zu Jahr, als ob die beiden Seiten völlig unterschiedliche Ziele verfolgten. Seit der Abstimmung über die Massen-einwanderungsinitiative ist es einfacher geworden, die grossen Divergenzen zu identifizieren: Die Schweizer fassen nach wie vor keinen EU-Beitritt ins Auge, und die EU kann sich nicht vorstellen, dass die Schweiz auf Dauer den Institutionen der Union fernbleibt. Für die EU hat der unausweichliche Integrationsprozess der Schweiz bereits begonnen. Nur wurde er am 9.� ...