Am Anfang stand eine Irritation: Als er vor drei Jahren aus dem Ausland in die Schweiz zurückkehrte, kannte Alexandre Zindel sein Land nicht mehr. Es gab ständig Demonstrationen, die teils Zehntausende von Menschen mobilisierten. «Das ist nicht normal», dachte sich Zindel. «Warum machen die das?» Der ausgebildete Jurist und Berater, der viele Jahre im Mittleren Osten verbracht hatte, fand eine verblüffend einfache und klare Antwort. Die Leute, so seine Erklärung, gehen auf die Strasse, weil die Regeln der direkten Demokratie nicht mehr richtig spielen. Im Normalfall demonstrieren Herr und Frau Schweizer nicht, weil sie voll in die politischen Prozesse eingebunden sind. Sie kön ...