Ein Schweizer Film, der sich ins eidgenössische Weltbild hineinbohrt und es mit Sarkasmus von innen nach aussen stülpt, typische Befindlichkeiten dramatisiert – das ist eine Rarität und eher im Westschweizer als im Deutschschweizer Film zu finden. «Home», das Erstlingswerk der Westschweizerin Ursula Meier bestätigt dies. Mit souveräner Selbstsicherheit erzählt sie eine herrlich absurde Geschichte, die von Szene zu Szene eine Eigendynamik entwickelt und einen aktuellen, helvetischen Mentalitätskosmos zum Leuchten bringt. Unmittelbar neben einer stillgelegten Autobahnstrecke, weit weg von urbanem Zugriff, haust in einem hässlichen Betonbau eine fröhliche fünfköpfige Familie. Der ...