Abdulrazak Gurnah: Die Abtrünnigen. Berlin-Verlag, 2006. 352 S., Fr. 32.90
«Ja, die Menschen, über die ich schreibe, sind oftmals Menschen, die sich an einem anderen Ort befinden als zu Beginn ihres Lebens, dem Ort ihrer Geburt, dem sie zugerechnet werden.» Was mir der britisch-tansanische Schriftsteller Abdulrazak Gurnah bei unserem letzten Gespräch vor mittlerweile einigen Jahren bestätigte, kann als das Motto der Mehrheit seiner Romane bezeichnet werden: «Was ist Heimat?» Denn Gurnah ist ein Autor der internationalen Begegnung, einer, der in seinen Romanen am Beispiel menschlicher Beziehungen schildert, was es bedeutet, aus verschiedenen ...