Unser Fach», bekannte David Shakov, ein Gründervater der klinischen Psychologie, «hat einen Hang zur Unbescheidenheit.» Es verspreche mehr, als es halten könne, und lobe ungeprüfte Massnahmen lauthals über den grünen Klee.
In der Tat: Die grosse Mehrheit aller Psychotherapeuten schätzt ihre eigenen Fertigkeiten als «weit überdurchschnittlich» ein, eruierte kürzlich der US-Psychologe Scott Lilienfeld bei einer Erhebung unter Branchenkollegen. «Kaum einer will wahrhaben, zu den unteren fünfzig Prozent zu gehören.» Dabei krankt just die Psychotherapie, das Zugpferd der Psychobranche, an einem pein ...