Ob Gerd Wiesler ein glücklicher Mensch ist, weiss vermutlich nicht mal er selbst. Sein Innenleben hat er weggeschlossen, wie in einen Tresor. Er braucht es nicht; er muss nur funktionieren wie eine geölte Maschine, konfliktfrei, angstfrei, ohne Überschwang. Gerd Wiesler, Stasihauptmann, Spezialist für Sicherheit und Gefahrenabwehr, kocht Verdächtige mit der Akkuratesse und Präzision eines Metronoms in kahlen Verhörräumen weich; kalt und steif, ist er der mustergültige Handlanger für den totalen Überwachungsstaat DDR: ein Kommunist vom Scheitel bis zur Sohle.
Während Wiesler nicht darüber redet, sondern handelt, gehört Georg Dreyman, ebenfalls ein treuer Staatsdiener, jener Fra ...