Es hätte so schön werden können. Die Menschen, die am letzten Wochenende an den Genfersee gereist waren, um gegen den G-8-Gipfel zu demonstrieren, waren getragen von einem Gefühl, das so mächtig und süss ist wie die Liebe: vom Gefühl, moralisch überlegen zu sein. Moralisch überlegen zuallererst dem «Kriegstreiber» Bush und seinen Einflüsterern. Moralisch überlegen aber auch den anderen Mächtigen, die in Evian «illegal» oder zumindest «illegitim» tagten, den «Plünderern», wie die gewählten Staatschefs der führenden Industrieländer genannt wurden. Denn selber verkörperte man eine «bessere, friedliche, solidarische Welt», den «Aufstand des Gewissens», wie der trotz ...