Der Euro «wird weiterhin gut funktionieren», prophezeit der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt in seinen soeben publizierten «Jahrhundert-Gesprächen» mit dem Geschichtsprofessor Fritz Stern. Fast triumphierend schiebt er nach: «Es ist immerhin ein Novum in der Weltgeschichte, dass viele souveräne Staaten eine Währung gemeinsam haben.» So reden Politiker. So wie jene Staatschefs, die nach dem Mauerfall um jeden Preis die europäische Einheitswährung wollten. Der Franzose François Mitterrand, weil er angesichts eines wieder erstarkenden Deutschlands die Dominanz der Mark brechen wollte. Der Deutsche Helmut Kohl, weil er als Kanzler der Einheit sich vor der Geschichte auch noch die M ...