Wenn kommende Woche das Australian Open beginnt und Roger Federer zur Titelverteidigung antritt, gehört der Sieger von 1977 nicht zu den Geladenen auf der Ehrentribüne. Stattdessen wird er im kalifornischen Laguna Niguel selber auf dem Tennisplatz stehen und Rentnern ein paar Schläge beibringen – für 65 Dollar pro Stunde. Denn Roscoe Tanner, 53, ist ganz unten. Dem «Aufschlag-Kannibalen», wie er einst wegen seiner bis zu 248 Kilometer pro Stunde schnellen Aufschläge hiess, gelangen nach Karriereende bloss noch Doppelfehler. Wie Björn Borg, der mehrmals Konkurs ging. Wie dem Kokser Vitas Gerulaitis, der mit 40 starb.
Dabei schien Leonard Roscoe Tanner III. doch geradezu zum Glück ...