Die Schweiz sei kein Einwanderungsland, predigen unsere Politiker seit Jahren und in der Regel unwidersprochen. Dabei mutet dieses Kerndogma der eidgenössischen Fremdenpolitik in Anbetracht einer Ausländerquote von 20,4 Prozent (in den Schulen rund 30 Prozent) so an, als würde die Regierung in Altdorf beschliessen, dass Uri fortan kein Alpenkanton mehr sei. Doch die real existierende Welt foutierte sich schon immer um politisches Wunschdenken: Es wird munter zugewandert, obwohl die Grenzen seit Jahrzehnten theoretisch dicht sind. Einem Nichteuropäer stehen dazu zwei Möglichkeiten offen: ein Asylantrag oder eine Eheschliessung. Jedes Jahr machen gut 50000 Immigranten davon Gebrauch.
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