«Frühling lässt sein blaues Band / Wieder flattern durch die Lüfte / Süsse, wohlbekannte Düfte / Streifen ahnungsvoll das Land / Veilchen träumen schon / Wollen balde kommen / Horch, von fern ein leiser Harfenton! / Frühling, ja du bist’s! / Dich hab ich vernommen!» Nicht immer erwacht der Frühling so erquickend wie bei Eduard Mörike (1804 bis 1875), wie folgender juristischer Briefwechsel aus einer Schweizer Grossstadt zeigt:
«Sehr geehrter Herr
Meine Mandantin hat Sie mehrere Male auf Ihren Haselstrauch in der Nähe des Hauseinganges angesprochen. Leider sind Sie ihrem Begehren auf Rückschneiden nie nachgekommen. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass meine Mandantin von Ihnen ...