«Führe mich, Gott oder wer immer»
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«Führe mich, Gott oder wer immer»
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«Führe mich, Gott oder wer immer»

Mike Tyson war weit über den Ring hinaus gefürchtet. Jetzt gibt sich der legendäre Bad Boy geläutert. Der letzte unangefochtene Boxweltmeister über den Tod seiner Tochter, Drogensucht und den Kampf gegen die Schatten seiner gewalttätigen Vergangenheit. Von Donald McRae und Jacob Kepler (Bilder)
«Früher wusste ich nur, wie man Leuten weh tut. Jetzt habe ich mich ergeben», sagt Mike Tyson, während die Geister der Vergangenheit uns an einem dunstigen Wintertag in Henderson umschwärmen. Wir sind nur eine halbe Stunde Autofahrt vom aufregenden Las-Vegas-Strip entfernt, aber hier, auf einer Couch in seinem Büro, sitzt Tyson ganz gelassen. Er lässt sein bekanntes tätowiertes Gesicht in seiner Handfläche ruhen. Nach Muhammad Ali ist er immer noch der bekannteste Boxer der Welt und einer der berüchtigtsten Sportler. Aber Tyson sieht aus wie ein 47-Jähriger, der mühsam versucht, sein tumultuöses Leben zu begreifen. Er war einmal ein verängstigter kleiner ­Junge, der in einem A ...
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