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Für den Glauben und den Clan
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Libanon

Für den Glauben und den Clan

Die Politik im Libanon ist in der Hand alteingesessener Familien. Zu den mächtigsten gehört jene des ermordeten Industrieministers Pierre Gemayel. Bereits einmal war ein Attentat auf ein führendes Mitglied der christlichen Sippe Auslöser einer historischen Vendetta.
Traurig spielt Amin, der sechsjährige Sohn des ermordeten libanesischen Ministers Pierre Gemayel, mit der Sonnenbrille seines Vaters. Er möchte sie hoch in die Luft werfen, sagt der kleine Amin, bis zum Himmel, «damit mein Vater dort oben die Brille fangen kann, für den Fall, dass er sie einmal braucht». Unten auf der Erde stehen die Hinterbliebenen bereit, das Geschick der Libanesen auch künftig zu prägen. Pierres Schwester Nicole Gemayel hat sich bisher von der Politik ferngehalten; doch jetzt gelobt sie, das Werk ihres ermordeten Bruders fortzuführen. Jeder Christ, der an die Hisbollah-Demonstrationen gehe, schaufle an Libanons Grab, warnt sie ihre Glaubensgenossen einen Tag vor d ...
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