Zum zweiten Mal innerhalb von nur fünf Monaten haben die Türken gewählt und dem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ein neues Mandat zum Regieren gegeben. Dies vor dem Hintergrund von Terror, Krieg und Chaos in der Region. Auch Erdogan selber hatte die Spannungen geschürt, um ein Klima des ÂnaÂtioÂnalen Notstandes zu erzeugen.
Die Rechnung ging auf, und das Ergebnis ist angesichts dieser Lage durchaus verständlich. Die konservativ-islamische Partei für Gerechtigkeit und Fortschritt (AKP) hatte am 7. Juni zum ersten Mal seit zwölf Jahren ihre absolute Mehrheit verloren. Damals ging es darum, zu verhindern, dass Erdogan eine Mehrheit für eine Verfassungsreform erhielt, die ihn zum C ...