Der eben zurückgetretene FDP-Präsident Fulvio Pelli bleibt eine faszinierende, unergründliche Figur der Politik. Er konnte im persönlichen Gespräch charmant und witzig sein, intelligent ohnehin, aber ich vermute, dass ihm die Last der Parteiführung nicht wirklich Freude machte. Was für ihn sprach: Er war kein Blender, kein charismatischer Menschenfänger, der mit eingebildeten Kompetenzen prahlte. Pelli war liebenswürdig, entgegenkommend, in der Sache trocken bis langweilig, ein intellektueller Stratege, der sich mit der Aura des Schachspielers umgab, seinen Gegnern und Kritikern am liebsten um Züge voraus.
Pelli war kein Mann der markigen Sätze, kein Politiker des Aufruhrs. Er wa ...