Es gibt Stücke, die gibt es hierzulande nicht, weil sie sich verwegener Regie-Zugriffe entziehen – und im deutschsprachigen Raum herrscht unerbittlich das Regie-Theater. Man muss also dem Film dankbar sein, wenn er jene Stücke, die es hier nicht gibt, weil sie aus simpler Rhetorik, aber mit feuriger Fixstern-Leuchtkraft bestehen, aufgreift. «Frost/Nixon» ist der jüngste Fall, ein Konfrontationsspiel der besonderen Art. David Frost (Michael Sheen), britischer Talkmaster der eher seichten Art, fasst den kühnen Plan, Ex-Präsident Richard Nixon (Frank Langella) zu interviewen. 1977, nach einigen Jahren des Schweigens, war Nixon bereit, über den Watergate-Skandal und andere Verfehlungen ...