Gabriel Bach empfing mich vor drei Jahren zum Interview in seiner Wohnung. Er war damals der letzte noch lebende Ankläger des Kriegsverbrechers Adolf Eichmann, der den sechsmillionenfachen Massenmord an den europäischen Juden organisiert hatte. Der Prozess, der 1961 weltweit beachtet wurde, prägte auch viele Jahre später das Wohnzimmer der Familie. Die Verhandlungsprotokolle füllten das Bücherregal in der Stube, insgesamt 25 Bände. Bei der Vorbereitung des Prozesses hätten sich Berge von Dokumenten gestapelt, da man nicht allein auf die Aussagen der Überlebenden habe abstellen wollen, sagte Bach. Insgesamt wurden mehr als hundert Zeugen angehört.
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