Sie haben vier Jahre eng mit Galliano zusammengearbeitet. Wie erklären Sie sich seine antisemitischen Ausfälle?
Er ist eigentlich eine schüchterne Person. Als ich 1994 zu ihm als Praktikant kam, war sein Studio noch ganz klein, wir waren fünf Leute. Mittlerweile ist es stark gewachsen. Die vielen Leute, mit denen er zusammenarbeitet, kommen von überall her, daher ist es für mich unvorstellbar, dass er ein Rassist oder Antisemit sein soll. Seine Mode ist von den verschiedenen Erdteilen und Religionen inspiriert, der Vorfall in der Pariser Bar passt nicht zu ihm. Ich glaube, seine Ausfälligkeit war weniger Ausdruck von Antisemitismus als vielmehr von einem Alkohol- und Suchtproblem. Da ...