Es ist kein Zufall, dass es ein Schriftsteller ist, der es wagt, die tiefgreifenden gesellschaftlichen Fehlentwicklungen des letzten Jahrzehnts anzuprangern. Er besitzt die Genauigkeit des Wortes. Er hat die Musse zum Nachdenken. Er verfügt über die innere Freiheit, sich über politisch korrekte BeschöÂnigungsreden und Denkverbote hinwegzuÂsetzen. Dabei hat Mario Vargas Llosa, scharfsinniger Intellektueller und sprachmächtiger Nobelpreisträger, mit seiner unnachgiebigen Kritik an der Verwandlung von Kultur in einen Zerstreuungsbetrieb vor allem die westliche Welt im Blick. In seinem fulminanten Essayband «Alles Boulevard. Wer seine Kultur verliert, verliert sich selbst» denunziert e ...