Herr Schnaar, was war Ihr erster Gedanke, als Sie vergangene Woche von der schrecklichen Tat hörten?Das konnte ich gar nicht glauben. Das war unfassbar.
Und heute? Wie denken Sie heute darüber?Das hat das Leben verändert.
Inwiefern?Man hat das Vertrauen zu jeglichem Gegenüber verloren. Wir hier im Dorf versuchen, uns gegenseitig irgendwie zu helfen. Man trifft sich, telefoniert zusammen, redet. Man will das irgendwie aufarbeiten. Hier in Wüstefeld leben ja nur dreissig Menschen, darunter auch Kinder. Das Thema ist jetzt: Wie geht man in den Familien damit um?
Ja, wie geht man denn damit um?Zuerst haben die Leute die Kinder gar nicht in die Schule geschickt. Man dachte ja, vielleicht wer ...