Neben der Kategorie «gut gebrüllt» gibt’s auch die Sparte «intelligent gehaucht». Massstäbe setzten: Nico, deutschstämmiges Sixties-Modell und Schützling von Andy Warhol, davor Jane Birkin und danach Hope Sandoval. Und nun Keren Ann. Nach dem US-Durchbruch ihres letztjährigen «Not Going Anywhere» kombiniert sie auf «Nolita», ihrem vierten Album, selbstbewusst Englisch und Französisch, Freedom und French Fries. Stille, eigenartige, zuweilen an Lio erinnernde Songs einer Seele mit javanesisch-holländischer Mutter und russisch-israelischem Vater, aufgewachsen in Israel, Den Haag und Paris. Eins-a-Melancholie.
Keren Ann:Nolita. EMI
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